Starkes Schwitzen  » Beauty-Rebellin
Aesthetic Medicine

Was hilft gegen starkes Schwitzen?

Botox gegen Schweißausbrüche

Endlich warme Temperaturen – endlich Sommer. Alles perfekt, wenn nur nicht das Problem mit dem Schwitzen wäre! Der Schweiß läuft bei heißen Temperaturen, so will es die Natur. Allerdings ist das Wetter nicht immer der Grund für ein starkes Schwitzen oder Schweißausbrüche. Auch die Wechseljahre können der Auslöser sein.

Doch mit starkem Schwitzen und üblem Geruch müssen wir uns heute nicht mehr abfinden. Wir sprechen nur nicht gerne darüber, dass wir ein Schweißproblem haben oder mitten in den Wechseljahren stecken. Die richtigen Informationen und Unterstützung bekommen deshalb viele Betroffene nicht.

Ich habe daher für Euch die wichtigsten Fragen geklärt:


Was genau ist die Hyperhidrose? (übermäßiges Schwitzen)

Der Begriff Hyperhidrose oder übermäßiges Schwitzen bezeichnet eine starke Schweißbildung. Das betrifft Frauen wie Männer gleichermaßen. Altersunabhängig kann starkes Schwitzen unter den Achseln, an den Füßen oder an den Händen auftreten. Frauen, die sich in den Wechseljahren befinden, kennen übermäßiges und starkes Schwitzen auch im Kopf- oder Nackenbereich. Ein verschwitztes Gesicht und feuchte Haare, dazu unangenehmer Schweißgeruch – viele Betroffene leiden extrem.

Der Schweiß ist also ein Tabuthema. Aber ohne ihn müssten wir bei diesem Wetter mit gesundheitlichen Risiken rechnen.

Denn das Schwitzen ist nicht nur gesund! Es ist eine geniale und überlebenswichtige Funktion unseres Körpers: Es hilft Dir nämlich, eine angenehme Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Das Ganze wird als Thermoregulation bezeichnet. Die schützt uns vor einer Überhitzung des Körpers. Mit dem Schweiß werden außerdem Giftstoffe ausgeschwemmt. Etwa eine Million Deutsche schwitzen nicht nur beim Sport oder bei einer scharfen Suppe, sondern krankhaft.

Zuviel von starkem oder übermäßigen Schwitzen empfinden wir daher als besonders störend. Und das nicht nur wegen des unangenehmen Gefühls. Denn spätestens, wenn Dir in der überfüllten U-Bahn der Schweiß den Rücken herunterfließt, ist Schluss mit lustig!

Außerdem fühlen wir uns Mitreisenden gegenüber unwohl. Auch am Arbeitsplatz oder beim Geschäftsessen dominiert der Gedanke, unangenehm zu Riechen oder zu Schwitzen. Und so schleppen wir bei steigenden Temperaturen jede Menge Deos mit uns herum – damit wir einfach eine parfümierte Geruchsschicht drüber packen können. Allerdings reagieren wir Frauen in dieser Beziehung sensibler als Männer!

 

Habe ich eine Hyperhidrose oder schwitze ich mehr als andere? Wie finde ich das heraus?

Ob ich unter einer Hyperhidrose leide, dass kann jeder nur für sich feststellen. Es ist völlig normal, bei warmen Temperaturen, körperlichen Aktivitäten, Sport oder bei mentalem Stress zu schwitzen.

Wenn das starke Schwitzen allerdings extrem ist, dass es Deinen Alltag beeinträchtigt, (hierzu gehören starke sichtbare Schweißflecken unter den Achseln, nasse Hände und Füße oder auch ein unangenehmer Körpergeruch) solltest zu Dich bei einem Arzt vorstellen. Wenn die Ursache nämlich unklar ist, wird das Schwitzen langfristig zum Problem.

 

Wie viele Menschen leiden unter übermäßiges starkes Schwitzen?

Wenn man sich die Statistiken ansieht, sind es ca. 2,3 Million Deutsche, die unter einer Hyperhidrose leiden. Allerdings hinken die Statistiken etwas, da es keine wirklichen Untersuchungen bei uns zu diesem Krankheitsbild Hyperhidrose gibt. Sie beruhen auf Einschätzungen der Ärzte. Die vergleichen nämlich prozentuell der Hyperhidrotiker mit der Gesamtheit der Patienten. Da diese unterschiedlich stark schwitzen, fehlen letztendlich eindeutige Messwerte, an denen sich der Arzt orientieren kann.

Ausländische Studien sind hier konkreter. Die größte Untersuchung fand bisher in den USA statt.  Allerdings konsultierten viele der Befragten gar keinen Arzt. Das ist auch der Grund, warum die Hyperhidrose fast keine Beachtung in der Öffentlichkeit findet.

Du bist mit dem Thema übermäßiges und starkes Schwitzen also nicht alleine! Es geht ca. 2,3 Million Deutschen auch so. Auf internationaler Ebene sind es sogar 196 Million Menschen, die ähnliche Beschwerden haben.

 

Hängt ein übermäßiges Schwitzen mit den Wechseljahren zusammen?

Das übermäßige Schwitzen soll sogar das einzige Anzeichen für die Wechseljahre sein – glaubt man aktuelleren Studien! Die anderen Befindlichkeiten, die uns gerne während der Wechseljahre beschäftigen, sind auf den ganz normalen Alterungsprozess zurückzuführen.

Interessant dabei ist die Studie von Kerstin Weidner zur Aussagekraft der „Menopause Rating Scale“. Die leitet in Dresden die Uniklinik für Psychotherapie und Psychosomatik. Hierbei wurde festgestellt, dass die körperlichen Beschwerden mit dem Lebensalter generell zunehmen. Allerdings haben diese keinen Höhepunkt in den Wechseljahren. Die meisten der angeblichen Wechseljahres-Symptome sind also gar keine.

Von den körperlichen Symptomen bleibt nur eins übrig und ist unzweifelhaft den Wechseljahren zuzurechnen: Starkes Schwitzen, Hitzewallungen und plötzliche Schweißausbrüche.

 

Ursachen: Warum kommt es zum übermäßigen starken Schwitzen?

Hyperhidrose ist nicht gleich Hyperhidrose. Aus medizinischer Sicht unterscheidet man zwei Arten zu Schwitzen:

  1. Schwitzen ohne Ursache
    Der Körper produziert mehr Schweiß, als notwendig ist. Und das aus nicht geklärten Gründen. Die übermäßige Produktion von Schweiß hat zwar keine konkrete Ursache – trotzdem gibt es meistens einen Faktor, der das Schwitzen auslöst: etwa Aufregung oder geistige Anspannung.
  2. Schwitzen mit Ursache
    Bei der sekundären Hyperhidrose ist das krankhafte Schwitzen meistens das Symptom einer Erkrankung (z.B. Erkältung). Eine andere Ursache können hormonelle Veränderungen wie etwa die Wechseljahre sein. Die werden jedoch unterschiedlich stark wahrgenommen. Auch wenn diese unangenehm sind, handelt es sich dabei um einen ganz natürlichen Prozess.

Wenn Du also mit normalem Schwitzen und hin und wieder mit Schweißausbrüchen zu tun hast, musst Du nicht gleich zum Arzt. Vor allem dann nicht, wenn das Problem nur kurzzeitig nervt. Oder die Ursache auf der Hand liegt, wie z.B. bei einer Erkältung. Bei wirklich starken Beschwerden in den Wechseljahren kann eine Hormonersatztherapie unterstützend wirken. Ansonsten würde ich davon eher abraten.

 

Welche Therapien bietet ein Arzt bei dem starken Schwitzen an?

  1. Botox-Injektionen bei ständig zu starkes Schwitzen
    Eine nicht operative Therapie ist die Injektion von Botox. Bei starkem Schwitzen spritzt der Arzt das Botox in das betreffende Haut-Areal – etwa in die Achseln oder die Handflächen und Füße. Die Therapie ist sehr effektiv. Der Nachteil ist, dass die Injektionen an Händen und Füßen wirklich schmerzen (hier verwendet der Arzt eine Betäubungssalbe). Und das Ergebnis bleibt nicht dauerhaft. Je nach Körperstelle, muss die Behandlung nach einigen Monaten wiederholt werden.
  2. Chirurgische Entfernung der Schweißdrüsen
    Wenn konservative Therapien nicht weiterhelfen, bleibt die Möglichkeit einer Operation. Hier kann der Facharzt – etwa ein Dermatologe oder ein Arzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie – die Schweißdrüsen unter den Achseln herausschneiden.

Übermässiges Schwitzen  » Beauty-Rebellin

 

Welche Therapien können noch gegen starkes Schwitzen eingesetzt werden?

  1. Gleichstromtherapie
    Wer unter feuchten Händen und Füßen leidet, dem verspricht die Methode (Fachbegriff Iontophorese) bei starkem Schwitzen gute Erfolge. Die kommt häufig als Ersttherapiezum Einsatz. Das liegt daran, dass sie kaum Nebenwirkungen hat. Außerdem soll sie sehr effektiv sein.Bei dieser Therapie werden die Hände oder Füße meist in ein Wasserbad gelegt, in dem sich Metallplatten befinden. Durch diese Platten wird Strom geführt. Die elektrische Stimulierung verschließt die Schweißdrüsen vorübergehend und die Schweißbildung wird gehemmt. Für die Achselhöhlen wird ein Schwamm verwendet, der eine Elektrode enthält.Die Behandlung kostet allerdings sehr viel Zeit. Zu Beginn sollte die dreimal pro Woche erfolgen. Soll die Wirkung dauerhaft anhalten, ist eine weitere Sitzung pro Woche notwendig.
  2. Mikrowellen-Methodik
    Wer sich nicht für Botox oder einen chirurgischen Eingriff entscheidet, dem hilft eventuell ein innovatives Bestrahlungsverfahren – mit Mikrowellen-Applikator -. Das versichert Dir, nie wieder ins Schwitzen zu kommen. Und das ohne Skalpell oder Nadel. Mit einem Ergebnis, das für immer bleibt: Das Gerät heißt MiraDry.

    Doch ist das wirklich die Lösung bei starkem Schwitzen?

    Das Gerät garantiert die optimale Balance zwischen der Strahlenintensität, der Hautverträglichkeit und dem Behandlungsergebnis. Bereits eine einzige Behandlung soll ausreichend sein, um die Transpiration dauerhaft zu stoppen und die Schweißdrüsen zu veröden. Das ganze ohne Ausfallzeiten.Mit einem Preis von ca. 1.900 € nicht ganz günstig. Bisher gibt es diese Behandlung nur für die Achseln. Eine Erweiterung der Behandlung für die Hände und Füße ist geplant.Über die langfristige Wirksamkeit und Sicherheit dieser Behandlungsform gibt die aktuelle Studienlage allerdings keine schlüssige Auskunft.Bei meinen Recherchen habe ich außerdem vorwiegend Negativ-Berichte gefunden. Hier werden u.a. extreme Schwellungen unter den Achseln genannt, Schmerzen bei der Bewegung und kein wirklicher Behandlungserfolg.

Du hast bereits eine der genannten Behandlungen durchgeführt? Dann berichte davon auf meinem Blog und helfe anderen dabei, indem Du Deine Erfahrungen weitergibst.

 

Wie kann man übermäßiges Schwitzen vermeiden?

  1. Entspannung
    Denn Stress und starke mentale Belastungen triggern Schweißausbrüche. In diesen Fällen können pflanzliche Mittel, zum Beispiel als Tee oder Tropfen, helfen. Außerdem wirken Entspannungstechniken wie Meditation beruhigend. Die können so dem starken Schwitzen vorbeugen oder es gar vermeiden. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Allerdings benötigst Du dafür etwas Übung und vor allem Zeit.
    Hast Du Schwierigkeiten, Dich am Anfang zu konzentrieren? Dann besuche gerne einen Meditations-Workshop mit professioneller Unterstützung.
  1. Regelmäßig Schwitzen
    Klingt kurios? Wenn Du regelmäßig ins Schwitzen kommst, wie z.B. beim Sport oder in der Sauna, trainierst Du die normale Funktion Deiner Schweißdrüsen. Kneipp-Güsse für Arme und Beine oder Kalt-warme-Wechselduschen sind ebenfalls zu empfehlen. Allerdings solltest Du diese Tipps bei starkem Übergewicht oder Herzschwäche nicht einsetzen. Hier solltest Du auf jeden Fall vorher den Rat eines Arztes einholen.
  2. Richtige Körperhygiene
    Bei übermäßigem Schwitzen unter den Armen ist eine Achselrasur sinnvoll. Ohne Haare fällt es den Bakterien schwerer sich zu vermehren. Zusätzlich helfen Deosprays und Roller mit antibakteriellen Zusätzen bei starkem Schwitzen. Ich habe eher weniger mit übermäßigem Schwitzen und Hitzewallungen zu tun.Trotzdem benutze ich besonders gerne das Deo des Berliner Labels finecosmetic. Frei von schädigenden Aluminium-Zusätzen, wirkt es trotzdem effektiv. Gründerin der Labels ist Judith Springer, die nicht nur ein pflegendes, sondern auch ein extrem gut riechendes Produkt entwickelt hat.

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    Die Deo-Träume werden mit diesen Inhaltsstoffen wahr: Natron, ätherische Öle (wirken antibakteriell und verleihen dem Deo einen angenehmen Duft) sowie pflegendes Kokosnussöl, Kakaobutter und Sheabutter.

  3. Ätherische Öle
    Die Öle aus Öle aus Zitrone, Rosen oder auch Salbei sind für ihre schweißhemmende Wirkung bekannt. Die kann man z.B. als Zusatz ins Badewasser gegeben. Trinke am besten täglich zwei bis dreimal eine Tasse Salbeitee. Du kannst Dich außerdem in der Apotheke zu pflanzlichen Salbeipräparaten beraten lassen.

Wichtig:
Du solltest immer mit einfachen Maßnahmen beginnen. Und Dich erst im weiteren Verlauf für Methoden entscheiden, die stärker in die körperlichen Prozesse eingreifen!

 

Was ist bei übermäßigem Schwitzen im Gesicht oder am Kopf zu tun?

Bei starkem Schwitzen im Gesicht oder am Kopf hilft ebenfalls Botox. Im Gegensatz zur Faltenbehandlung (da wird das Medikament nämlich in den Muskel gespritzt) wird Botox hier in die Schweißdrüsen (unter der Haut) injiziert.

Ebenfalls helfen spezielle Medikamente, damit Du das starke Kopfschwitzen in den Griff bekommst. Das Anticholinergika enthält Wirkstoffe, die ebenfalls die Reizübertragung an die Schweißdrüsen unterdrücken. Je nach Präparat können sie bei akutem Schwitzen am Kopf helfen. Allerdings haben die Medikamente starke Nebenwirkungen. Welche Behandlung für Dich in Frage kommt, solltest Du auf jeden Fall mit Deinem Arzt klären.


Kleiderwahl:
Welche Stoffe sind gut bei zu starkem Schwitzen?

Wenn Du unter einem zu starken und übermäßigen Schwitzen leidest, solltest Du auf eine locker sitzende Garderobe setzen. Diese beugt dem unangenehmen Schweißgeruch vor. Am besten, Du vermeidest Kunstfasern. Die verstärken den Körpergeruch nur. Wähle lieber Shirts aus Naturfasern, z.B. Baumwolle.

Auch bei den Schuhen solltest Du auf das Material achten. Lederschuhe und Ledersohlen sind hier die bessere Wahl. Nicht geeignet sind Schuhe aus Kunststoff. Entscheide Dich bei warmen Temperaturen am besten für luftige Sandalen.

 

Du hast mehr Fragen zum Thema übermäßiges Schwitzen? Gern beantworte Ich Dir diese!

 

 

Die Fachkosmetikerin und staatl. geprüfte Betriebswirtin ist Geschäftsführerin der Ästhetikwelt-Berlin sowie verantwortlich für die Zusatzausbildung der Kosmetikerinnen im medizinisch-ästhetischen Bereich.

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